Seele im grünen Bereich trotz Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen

Quarantäne kann psychische Folgen haben
Quarantäne kann psychische Folgen haben

Mögliche psychische Folgen von social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen

Auch ohne ein großer Psychologe zu sein, kann man sich in der momentanen Lage leicht denken, dass unsere Seele einiges abverlangt wird: Tagesstrukturen und soziale Kontakte sind weggebrochen, Angst vor dem Coronavirus und dessen Folgen, sowie Existenzängste oder Konflikte aufgrund der Quarantäne entwickeln sich. Fast täglich müssen wir uns auf neue Umstände einstellen und keiner kann uns beantworten wie es wann weitergeht.

In der Verhaltenstherapie schauen wir uns Gedanken, Gefühle, das Verhalten und unseren Körper an. 

Tipp: Notieren Sie welche Veränderungen Sie bei sich festgestellt haben (Gedanken, Gefühle, Verhalten, Körper)

Gedanken können sein

  • "Wann wird es wieder normal sein?"

  • "Werde ich auch erkranken?"

  • "Wie wird es später werden?"

Verhalten kann sein

  • Sozialer Rückzug

  • Aufgabe von Tagesstruktur

  • Zunahme an Passivität

  • Wenig Bewegung

  • Konflikte mit Familienmitgliedern, Freunden

Gefühle können sein

  • Unsicherheit
  • Langeweile
  • Einsamkeit und Traurigkeit
  • Krankheitsängste
  • Angstzustände
  • Gereiztheit

der Körper

  • Verspannungen
  • Schmerzen
  • Gewichtszunahme oder -abnahme 
  • Schlafstörungen
  • innere Unruhe 

Solche Gedanken, Gefühle oder Körperreaktionen sind durchaus nachvollziehbar. Es kommt jedoch auf ihre Dauer und Intensität an. 


Gedanken, Gefühle, Verhalten und der Körper hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig, hier kann ein Teufelskreis entstehen. Dabei kann es sein, dass es zu einer Zunahme von Depressionen, Ängsten und anderen psychischen Erkrankungen kommt. 

Besonders, wenn Sie vorher bereits in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung waren, kann es jetzt zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen. Vielleicht merken Sie bereits, dass manches was in einer Therapie erarbeitet wurde, jetzt gerade nicht möglich ist.

Dabei können Sie aktiv etwas zur Erhaltung Ihrer psychischen Gesundheit oder gegen die Verschlechterung von psychischen Symptomen beitragen.

Tipps: 

  • Schaffen Sie sich eine Tagesstruktur, planen Sie Aktivitäten ein und schaffen Sie Regelmäßigkeit. 
  • Nutzen Sie Ihre Stärken, um positive Aktivitäten durchzuführen.
  • Bleiben Sie im Kontakt mit Menschen und führen Sie jeden Tag zumindest ein kurzes Gespräch mit jemandem.
  • Bewegen Sie sich - mindestens 30 Minuten pro Tag
  • Erlauben Sie sich auch negative Gefühle.
  • Finden Sie am Ende des Tages etwas Positives
  • Schaffen Sie sich Freiräume, wenn Sie mit jemandem zusammenleben. 




Schlagwörter: depressiv durch Ausgangsbeschränkungen, einsam durch Quarantäne, Coronavirus Krise, psychische Probleme in der Corona Krise,

Quelle: Antensteiner