PSYCHOTHERAPIE

das Gespräch in der Verhaltenstherapie
das Gespräch in der Verhaltenstherapie

Was ist eine Psychotherapie?

Das österreichische Psychotherapie Gesetz (PthG, 1990) definiert Psychotherapie als eine "(...) umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatischen bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftliche-psychotherapeutischen Methoden (...)".

Psychotherapie ist demnach eine Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Essstörungen, Zwänge, Süchte, Persönlichkeitsstörungen oder psychosomatische Erkrankungen.

Auch werden psychotherapeutische Maßnahmen immer häufiger als zusätzliche Unterstützung zu medizinischer Behandlung eingesetzt, beispielsweise Krebs- oder Atemwegserkrankungen. 

Psychotherapie ist im Gesundheitsbereich ein eigenständiges Heilverfahren für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Sie besteht gleichberechtigt neben anderen Heilverfahren, wie z. B. medizinischen oder klinisch-psychologischen Behandlungen. 

Die Ausübung von Psychotherapie ist seit 1990 in Österreich gesetzlich geregelt. 

Mit unterschiedlichen psychologischen Methoden - wie beispielsweise psychotherapeutischen Gesprächen, körperorientierten oder kognitiven Methoden - werden Störungen des Denkens, Handelns und Erlebens identifiziert und in weiterer Folge therapiert. Die Behandlung soll die Behebung bestimmter Probleme anstreben und kann daher nur zeitlich begrenzt sein.


Psychotherapie kann aber viel mehr als Leidensdruck mindern oder sich mit Problemen beschäftigen. Psychotherapie ist auch ein gutes Mittel um die eigene Persönlichkeit zu fördern, neue Entwicklungsstadien zu erreichen und über sich hinauszuwachsen. Sie kann aber auch helfen, schwierige Zeiten zu durchstehen oder Neues über sich selbst zu lernen.



"Ich persönlich, betrachte Psychotherapie als Hilfe zur Selbsthilfe. Zunächst ist es mir wichtig, dass meine Klienten anfangen sich zu verstehen. Hier kommt das berühmte "geleitete Entdecken", von dem Psychotherapeuten so gerne sprechen, zum Einsatz, denn Psychotherapie bedeutet nicht eine vorgefertigte Lösung zu bekommen, sondern sich die individuelle Lösung zu erarbeiten."

Stein auf Stein, eines nach dem anderen
Stein auf Stein, eines nach dem anderen

Was muß ich beachten, wenn ich eine Psychotherapie beginnen will?

  1. Bei welchen Problemen kann Psychotherapie helfen: überprüfen Sie, ob Sie mit Ihrer Problematik bei einem Therapeuten richtig sind. Manchmal haben Probleme körperliche Ursachen und es wäre besser, Sie würden zuerst einen Arzt aufsuchen. Hier finden Sie eine Orientierungshilfe, um herauszufinden, ob Sie bei einem Psychotherapeuten richtig sind.
  2. Welche Psychotherapie Methode ist für mich die Richtige: finden Sie heraus welche für Sie geeignete Psychotherapie Methode Sie sich vorstellen können Ihre Problematik in Angriff zu nehmen? Hier finden Sie einen Überblick über die Ansätze die in Österreich derzeit zugelassen sind.
  3. Wo finde ich einen guten Psychotherapeuten, eine gute Psychotherapeutin in Wien: Sie haben die Möglichkeit im Internet nach einer professionellen Unterstützung durch einen Psychotherapeuten zu suchen. Es gibt mehrere Portale die Ihnen eine gute regionale Übersicht bieten. Hier finden Sie eine große Auswahl an Psychotherapeuten unterschiedlicher Richtungen. Sehen Sie, wer Ihnen vom Bild her freundlich erscheint.
  4. Ich kann mir keine Psychotherapie leisten: es gibt in Österreich leider nur sehr begrenzte Psychotherapieplätze deren Kostenübernahme zur Gänze von einer Krankenkasse getragen wird. Entsprechend belegt sind diese Plätze leider auch und es existieren bei den wenigen Kollegen, welche einen Vertrag mit der Kasse haben, lange Wartelisten. Hier finden Sie einen Überblick über Kostenzuschüsse von unterschiedlichen Krankenkassen und eine Liste von Psychotherapeuten mit Krankenkassenplätzen.
    Eine weitere Möglichkeit sehr günstige Psychotherapie zu bekommen ist die Sigmund Freud Ambulanz in Wien oder andere Institutionen die von öffentlicher Hand subventioniert sind, hier finden Sie eine Liste von psychotherapeutischen Versorgungsvereinen die günstige Therapie anbieten. Nachteil ist, dass man sich weder Methode noch Therapeut selbst aussuchen kann.
  5. Was kostet mich eine Psychotherapie, mit welchen Gesamtkosten muß ich rechnen: Psychotherapie ist grundsätzlich eine private Leistung, die leider noch immer NICHT von den Krankenkassen getragen wird. Psychotherapie ist deshalb größtenteils eine private Leistung. Die Honorare bewegen sich in der Regel zwischen 70 € und 150€ für eine Einzelsitzung von 50 Minuten. Abweichungen von dieser Honorarbandbreite sind möglich und werden individuell mit der/dem PsychotherapeutIn vereinbart.
  6. Wie komme ich zu  einer Psychotherapie: Wenn Sie jemanden gefunden haben der Ihnen vertrauenswürdig erscheint, müssen Sie Kontakt aufnehmen um sich einen Termin für Erstgespräch auszumachen. Dies geschieht entweder über das Telefon oder schriftlich. Schildern Sie am besten grob worum es bei Ihnen gerade geht, damit der Experte/die Expertin sofort einschätzen kann, ob Sie bei ihm/ ihr richtig sind. Manche Therapeuten behandeln z.B. keine Kinder und Jugendliche, andere wieder keine Paare, manche haben einen Schwerpunkt auf Süchte, andere auf Persönlichkeitserkrankungen.
  7. Was passiert bei einem Erstgespräch: Das Erstgespräch ist in erster Linie dazu da, dass Sie erzählen können was Sie bedrückt, einen persönlichen Eindruck vom Psychotherapeut/In erhalten und einen groben Überblick bekommen, was man Ihnen anbieten kann. Empfehlenswert ist es, sich daheim eine kleine Liste zusammenzuschreiben, wenn man nervös ist, vergißt man oft etwas zu sagen oder fragen. Scheuen Sie sich auch nicht, Fragen zu stellen. Vergessen Sie bitte nicht, dass, auch wenn es sich um Krankenbehandlung dreht, Sie der "Kunde" sind und ein Recht darauf haben zu erfahren, was grob der Plan ist. 
  8. Was soll ich machen, wenn mir der Psychotherapeut/In in der Therapie unsympatisch wird: Das Erstgespräch gibt Ihnen natürlich auch nur einen begrenzten Eindruck über den/die PsychotherapeutIn. Wenn Sie sich nach dem Erstgespräch dazu entschlossen haben, eine Therapie zu beginnen, vergessen Sie nicht, die Ersten 5 Sitzungen sind sogenannte "probatorische" Sitzungen. Also welche, wo man probiert (ob man miteinander gut arbeiten kann). Wenn Sie innerhalb dieser 5 Sitzungen merken, dass der/die PsychotherapeutIn Ihnen eventuell menschlich doch nicht so liegt oder Sie mit der Methodik nicht klarkommen, sollten Sie unbedingt das Gespräch suchen, anstatt das zu übergehen und die Therapie weiterzumachen. Idealerweise sprechen Sie an, dass Sie Ihren Weg doch lieber mit jemandem anderen gehen möchten. Ein Psychotherapeut ist ein Professionalist und nimmt dies keinesfalls persönlich. 
  9. Ich traue mich nicht dem/der Psychotherapeutin die Wahrheit zu sagen: Wenn Sie sich nicht trauen die Wahrheit zu sagen oder darüber zu sprechen, brechen Sie auf alle Fälle ab und suchen nach jemand anderen. 

Möchten Sie eine Psychotherapie beginnen? 

Machen Sie sich gerne einen Termin für ein Erstgespräch mit mir aus