Was alle wollen: Selbstwert (Selbstvertrauen - Selbstbewusstsein - Selbstsicherheit)


Niemand von uns sagt zu sich "ich bin ein Loser und das fühlt sich gut an".
Im Gegenteil: Wir alle streben nach Selbstwerterhöhung, dies ist ein Grundbedürfnis welches jeder Mensch hat, der eine möglicherweise mehr, der andere weniger intensiv. Oftmals streben wir übermässig danach unseren Selbstwert zu steigern, weil wir zu wenig Selbstvertrauen in uns besitzen und uns dies selbstunsicher macht. 
Machmal holen wir uns unsere Selbstwerterhöhung leider auf sehr ungünstige und dysfunktionale Art und Weisen und lassen die vermeintlichen Bewertungen anderer Menschen unser Leben und Befindlichkeit bestimmen. Dies kann Probleme entstehen lassen und schränkt die Lebensqualität ein.

Idealerweise kommt der Selbstwert eines Menschen zum größten Teil aus ihm selbst, jedoch brauchen wir natürlich auch andere Menschen um einen gesunden und stabilen Selbstwert zu bilden, schliesslich wächst man nicht über sich hinaus, wenn man keine Vergleichsmöglichkeiten hat, dies muß aber in einem erwachsenen und reifen Ausmaß und Anteil stattfinden  und nicht - z.B. wenn man sich ausschliesslich über Äusserlichkeiten oder Leistungen definiert.

Was bedeutet Selbstwert eigentlich? Es bedeutet, dass ich mir selber etwas wert bin, mich wertschätze - und zwar soviel, dass ich z.B. weiß, was mir guttut und was nicht und auch danach handle, auf mich aufpasse. Das setzt natürlich voraus, dass ich mich akzeptiere, mich selbst mit mir wohl fühle und mich selbst mag, ansonsten ist es mir gleichgültig, was mir guttut und was nicht (und ich handle auch nicht danach). Es bedeutet aber auch, dass ich meiner selbst bewußt bin, weiß, worin ich gut bin und worin ich nicht so gut bin, im Grunde mit mir zufrieden bin und weiß, dass mich andere schätzen meiner selbst willen und nicht, meiner Leistungen wegen. Es bedeutet, dass ich meiner selbst und meiner Fähigkeiten sicher bin und dies nach aussen mit Selbstsicherheit und sozialer Kompetenz vertreten kann. 

Im günstigsten Fall erwirbt man die Grundsteine eines gesunden und stabilen Selbstwert in der Kindheit. Wenn Sie jetzt an Ihre Eltern und Ihre Kindheit denken, möchte ich Ihnen folgendes sagen: Wenn man erwachsen geworden ist, sind die Eltern aus der Pflicht genommen. Sie haben ihren Job hinter sich, egal wie sie diesen Ihrer Meinung nach geleistet haben. Selbst wenn Sie Ihren Selbstwert-Rucksack nicht selbst "geleert" haben, es bleibt leider nichts anderes übrig als ihn selbst zu "packen", ich weiß das ist unfair, aber das Leben ist leider realistischerweise nicht immer fair. Ihre Eltern schulden Ihnen gar nichts mehr, sie haben das getan was ihnen zu diesem Zeitpunkt möglich war, mehr war ihnen nicht möglich.

Die gute Nachricht ist, dass man in einer Verhaltenstherapie lernen kann seinen Selbstwert zu steigern, mehr Selbstvertrauen zu erlangen und somit auch mehr Selbstsicherheit. Sie sind nicht ohne Selbstwert zur Welt gekommen, man hat es Ihnen beigebracht das wertvoll sein (oder eben nicht). Sie können das "nachlernen".


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