Welcher Angst Typ bin ich?

15.10.2020

Menschen sowohl als auch Tiere können auf physiologischer (=körperlicher) Ebene bei Stress oder Angst auf 3 Arten reagieren. 

Wir Menschen neigen bei Stress oder Angst zu der einen oder anderen der folgenden Reaktionen:

  • Angriff, Kampf / (aggressive) Selbstverteidigung, Selbstbehauptung
  • Vermeidung / Rückzug, Flucht
  • Anpassung, Erduldung/ Unterwerfung/ Starre


Der Körper wird dabei durch den Hormonhaushalt so vorbereitet, dass er bei Gefahr (z.B einem hungrigen Dinosaurier) entweder durch Flucht oder Kampf zu schützen vermag. Bei den Tieren sieht man die dritte Reaktionsvariante als Totstellreflex: die Tiere erstarren bzw. sie stellen sich tot. Evolutionstheoretisch gesehen, sicherte die von der Natur eingerichtete körperliche Stress- oder Angstreaktion, das Überleben unserer Vorfahren und somit auch unser Überleben.

Welcher Angst-Typ sind Sie? Kampf, Rückzug, Unterwerfung?

  • Welche langfristigen Folgen kann es haben, wenn Sie bei dieser bevorzugten Bewältigungsstrategie bleiben?
  • Was würde geschehen, wenn Sie einmal genau anders reagieren würden?



Die Ängste welche wir heute haben, haben schon lange keinen Bezug mehr zu lebensbedrohlichen Gefahren. Sie beziehen sich vielmehr auf alle möglichen alltäglichen Lebensbereiche und äußern sich als Versagensängste, Konfliktängste, Ängste vor oder in zwischenmenschlichen Situationen, Verlustängste, Lebens- oder Zukunftsängste, finanziellen Sorgen, Panikattacken usw. 


All diese Ängste und Sorgenkonstrukte sind aus einer Mischung von eigenen Erfahrungen, genetischer Anfälligkeit auf Ängstlichkeit sowie dem Modelllernen (z.B. Mutter erschrickt beim Anblick von Hunden, Kind lernt, dass Hunde bedrohlich sind) und lösen noch immer die gleichen körperlichen Reaktionen aus wie sie evolutionstechnisch beim Menschen angelegt sind. 

Das Problem dabei ist, dass diese Reaktionen nicht mehr hilfreich oder situationsangemessen sind und dadurch zusätzlich ein erhöhtes Niveau an Stress mit sich bringen. Oft entwickelt sich daraus dann eine Angst vor der Angst und man beginnt Situationen zu vermeiden, was wiederum langfristig die Angst verstärkt. Ein Teufelskreis! 


Zuviel Angst führt ausserdem zu hohem Leidensdruck, da das Gefühl zu viel Raum in uns einnimmt und wir keinen Handlungsspielraum mehr haben und das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren. Dies kann das Leben massiv einengen. 

Wenn Sie sich mehr Lebensqualität und mehr Freiheit in Ihrem Leben wünschen, dann ist es ratsam die eigenen Ängste zu kennen und diese zu überwinden.  

Eine Verhaltenstherapie ist das Mittel der Wahl bei der Behandlung von Angst. Informieren Sie sich über eine mögliche Behandlung beim Verhaltenstherapeuten Ihres Vertrauens!


Quelle: Antensteiner


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